Der neue Klinik Standort Uelzen
Im Februar 2005 wurde mit einem vollständigen Neubau in Uelzen begonnen. Der Umzug vom Standort Häcklingen nach Uelzen erfolgte am 21.02.2007. Mit dem Umzug ist die Klinik räumlich gesehen ins Zentrum des hauptsächlichen Versorgungsgebietes, den Landkreisen Uelzen und Lüchow-Dannenberg gerückt. Konzeptionell kann damit eine noch engere Verzahnung und Abstimmung mit den anderen wichtigen Teilbereichen und Einrichtungen der Psychiatrischen Klinik Häcklingen (wie etwa der Tagesklinik als teilstationärem Angebot, die bereits seit 2001 in Uelzen arbeitet) realisiert werden.
Die Kreisstadt Uelzen hat ca. 36.000 Einwohner und fungiert als Mittelzentrum für die Landkreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg, wie auch für die jeweils angrenzenden ländlichen Regionen der Landkreise Lüneburg, Soltau, Celle und Gifhorn. Die Stadt verfügt über sehr gute Verkehrsverbindungen auch in die Region hinein, alle relevanten psychiatrischen und medizinischen Versorgungseinrichtungen sind gut erreichbar. Der Neubau der Psychiatrischen Klinik liegt am westlichen Rand der Stadt ("An den zehn Eichen") und in unmittelbarer Nähe zum Naherholungsgebiet "Stadtwald Uelzen". Bahnhof und Stadtzentrum sind lediglich 1.5 bzw. 2 km vom neuen Standort entfernt, eine Haltestelle des Stadtbusses ist bereits in der Nähe des künftigen Eingangs zur Klinik eingerichtet worden. Ausreichend Parkraum für PKW und Fahrräder steht zur Verfügung. Alle komplementären Einrichtungen der Klinik und die sonstigen Versorgungsangebote in der Stadt sind problemlos zu erreichen. Die direkte Nachbarschaft zum Allgemeinen Krankenhaus Uelzen (Röhn-Klinikum) bietet zudem große Vorteile im Hinblick auf anvisierte Kooperationen etwa in den Bereichen Geriatrie, Neurologie, Schmerzmedizin und Psychosomatik, Innere u. Chirurgie. Sowohl der Standort und die Umgebung, als auch die architektonische Gestaltung der Gebäude der psychiatrischen Klinik sollen Patienten in ihren Genesungs- und Bewältigungsprozessen soweit wie möglich unterstützen. Zwanglose Möglichkeiten zur Teilhabe am sozialen Umfeld und bauliche Strukturen, die möglichst alltagsnah gestaltet sind und gleichermaßen Bewegungs- und Begegnungsräume, wie auch Schutz- und Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung stellen, sind dabei die zentralen Ziele der Gestaltung. Eingeschränkte Kompetenzen von Patienten sollen weitestgehend und unauffällig kompensiert und die Wiedergewinnung der Kontrolle über die Umwelt durch unaufdringliche Angebote der räumlichen Strukturen erleichtert werden. Der Standort selbst bietet eine geschützte Nähe zum kleinstädtischen Milieu. Der in westlicher Richtung direkt ans Klinikgelände angrenzende Stadtforst mit Wildgehege bietet zusätzliche hohe Erlebnis- und Erholungsqualitäten. Die Grundstückgroße (29.000 qm) erlaubt eine aufgelockerte Bauweise des Gebäudekomplexes und großzügig angelegte Grünanlagen; eine Einzäunung ist nicht geplant, die dreiseitig bereits vorhandene Einfriedung des Geländes mit Bäumen und Sträuchern wird erhalten und ergänzt. Die niedriggeschossige Bauweise (ein bis zwei Etagen) fügt sich gut in die umgebende Wohnbebauung und Landschaft ein und - gemeinsam mit differenziert strukturierten und verteilten Baukörpern – minimiert sich die Krankenhausatmosphäre der Einrichtung. Die funktionale Differenzierung von Gebäudeteilen ist dabei gleichermaßen sichtbar. Geneigte Dächer mit Überständen sowie helle Fassaden aus Glas und Holz unterstützen Bewegungsmöglichkeiten zwischen Offenheit und Geborgenheit. Im Inneren sorgen großzügige Ausblicke ins Grüne aus möglichst vielen Räumlichkeiten, viel Tageslicht und natürliche Belüftung, die Verwendung von sinnlichen, umweltverträglichen Materialien und eine sparsam, aber wirkungsvoll eingesetzte Farbgebung für eine angenehme, freundliche Atmosphäre.
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